Sardischer Unabhängigkeitsaktivist Salvatore Meloni stirbt

“Sie können mich einsperren, aber mein Geist wird für immer frei sein!”

Die Worte des sardischen Unabhängigkeitskämpfers Salvatore Meloni drücken in einem Satz sein Lebenswerk aus. Salvatore Meloni, genannt “Doddore” verstarb am 05. Juli im Alter von 74 Jahren nach einem Hungerstreik im Gefängnis, der über sechzig Tage anhielt.

Vier Tage später findet die Beisetzung  in dem Dorf Terralba statt, wo er lange Zeit gelebt hat. Der Gottesdienst wird in sardischer Sprache abgehalten und hunderte von Menschen begleiten Salvatore “Doddore” Meloni auf seinem letzten Gang. Einige von ihnen rufen “Freiheit” und “Unabhängigkeit”, andere tragen sein Foto auf dem T-Shirt und so mancher schwingt die sardische Fahne, in die auch der Sarg gehüllt ist.

Seine Frau trägt ein traditionelles Gewand, und auch Doddore selbst wurde in der Tracht von Ittiri begraben, wo er 1943 das Licht der Welt erblickte. Es kehrt Ruhe ein, als seine Witwe Giovanna am Sarg in Tränen ausbricht. Ein typischer, mediterraner, antiker Brauch der lauten Klage, “s’atitu” genannt.

Selbst die weiß-blau-rote Fahne der Sardischen Republik “Malu Entu” wird von vielen Trauernden in den Wind gehalten. 2008 kapern Doddore und einige Anhänger die kleine Insel Mal di Ventre, im zentralen Westen Sardiniens gelegen, und rufen dort die “Unabhängige Republik” aus.

Dieser Plan, den Doddore bereits Ende der siebziger Jahre gefasst hatte, scheiterte fünf Monate später. Ein Richter sorgte dafür, dass die Separatisten durch den Einsatz von Militärkräften entfernt wurden. Doddore hatte neben der Fahne auch eigenes Geld drucken lassen und weitere Pläne gefasst. Anscheinend gehörte die Insel nicht mal den Italienern.

 

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Es war auch das Geld, das Doddore zuletzt ins Gefängnis brachte. Er weigerte sich jahrelang Steuergelder zu bezahlen, da er den italienischen Staat nicht als seine Nation betrachtete: “Non si pagano le tasse agli stranieri!” / “Man zahlt keine Steuern an Fremde!”, verteidigte er sein Handeln.

Am 28 April 2017, am sardischen Nationalfeiertag “Sa dii de sa Sardìnnia”, stellte er sich und ging freiwillig ins Gefängnis. Er tat es seinem großen Vorbild Bobby Sands gleich, einem nordirischen IRA-Mitglied, welcher auch nach 66 Tagen Hungerstreik in einem Gefängniskrankenhaus starb. Es war jedoch nicht der erste Hungerstreik mit dem Doddore seinen Protest ausdrückte.

1981, als die Sardisten in Porto Torres einen Kongress abhielten, schlug er vor, das Statut drastisch zu erweitern. Er schlug vor, dass die Partei als höchstes Ziel haben sollte, das sardische Volk zur Unabhängigkeit zu führen. Im selben Jahr wird er wegen Separatismus, Verschwörung und bewaffnetem Angriff auf amerikanische Soldaten angeklagt und zu neun Jahren Haft verurteilt.

Während dieser Zeit tritt er bereits fünf Monate lang in den Hungerstreik. Danach lebt er einige Zeit in Korsika und auf dem italienischen Festland, von den Sarden “il continente” genannt. Die letzte Bewegung, der er angeschlossen war, hieß “Meris in domu nosta”, was so viel bedeutet wie “Herren im eigenen Haus”.

In den letzten Tagen sind sehr viele Artikel erschienen, die davon berichten, dass der italienische Staat einen großen Fehler begangen habe. Sehr viele der sardischen Medien haben das Thema diskutiert und besonders die Portale der Unabhängigkeitsparteien, die es in Sardinien gibt.

Bereits während seiner Inhaftierung gingen Fotos von ihm durch die sozialen Netzwerke, beschriftet mit dem Satz “Je suis Doddore Meloni”. Er hat nie sonderlich viele Stimmen bekommen, als er sich zur Wahl stellte. Er galt als der “Verrückte” unter den Separatisten, da seine Aktionen “schräg” wirkten.

Geradezu pittoresk, wie er am Tage seiner Gefangennahme in seinem roten Panda auf der Straße von der Polizei verfolgt worden ist, obgleich er gerade dabei war selbst ins Gefängnis zu fahren. Er lachte viel und sagte einmal, er habe seine “Revolution mit Polenta durchgeführt”, womit er meinte, dass man ihn immer als gefährlicher einstufte, als er es tatsächlich war und vieles von den Medien negativ aufgebauscht wurde.

Er war diesbezüglich sehr selbstironisch und veräppelte häufig den italienischen Staat. Sehr humorvoll nahm er auch die Parodie seiner Person in einem sardischen Fernsehformat, in dem er auftrat und sich mit seinem “Double” auf Sardisch unterhielt.

Überhaupt spielte die sardische Sprache eine sehr große Rolle. Er war anscheinend auch der Erste, der sich durchgesetzt hat, die sardische Sprache vor Gericht zu verwenden. Ein Übersetzer wurde hinzugezogen, obwohl Doddore der italienischen Sprache mächtig war.

Man hatte aber auch Respekt vor Salvatore Meloni, da er sehr stur und relativ gewaltfrei seine Ziele verfolgte. Es ist nicht einfach, in die sardische Mentalität vorzudringen und bestimmte Konzepte zu verstehen, zumal es verschiedene Betrachtungsweisen gibt. Man kann jedoch festhalten, dass er für viele als “Balente” galt.

Das Konzept, einer Person “die Werte vertritt”, die sich für die Gemeinschaft einsetzt. Eine Person, die mutig ist, die im Extremfall bereit ist für ihre Ideale zu sterben. Häufig werden diese Personen auch geehrt, weil sie sich gegen Autoritäten auflehnen.

Aus diesem Grund gelten manchmal leider auch einige schwere Kriminelle oder Banditen als “Balentes”. Partiell basiert dies augenscheinlich auf Regeln und auf einem Ehrenkodex. Von Fall zu Fall bewertet man individuell, ob das Konzept auf eine bestimmte Person zutrifft.

Ich persönlich habe ihn genauso verabschiedet am Tage seines Todes:

“RIP, Doddore Salvatore Meloni, amigu. As a abarrai semperi me su coru miu, indipendentista prus machilloti e prus balenti de totus.”

“RIP, Doddore Salvatore Meloni, Freund. Du wirst für immer in meinem Herzen bleiben, verrücktester und ehrwürdigster Unabhängigkeitskämpfer.”

 

Michela mala …

Mamai mia est emigrada in su 1976. Meda bortas mi fia preguntendi “po ita”.

Mamai mia est emigrada in su 1976. Meda bortas cumprendu su “po ita”.

Davvero … a volte le cose osservate da qui sembrano una barzelletta. Poi, sinceramente, come sapete … se leggete il mio Blog spesso, a volte non capisco tutto bene e magari mi sfugge qualcosa. In questo caso però credo di aver capito bene, correggetemi se sbaglio.

Cerco di ricostruire l’avvenuto per i miei lettori tedeschi (o in Germania) e per chi non stava seguendo la storia.

Michela Murgia ha scritto nel suo Facebook che aveva problemi di trovare un volo in continente per andare ad un funerale. Il problema ovviamente sono i trasporti pubblici. O non ci sono o costano molto. La Murgia allora prende un volo Ryanair, però augura nel suo Facebook al presidente della Regione Autonoma Sarda Francesco Pigliaru e al Assessore dei trasporti degli ultimi tre anni Massimo Deiana che i figli avranno le stesse difficoltà un giorno.

E tutto si gira intorno a questa frase:

“Così auguro ai vostri figli lontani quando di andarvene toccherà a voi.”

In questa frase qualcuno ha voluto leggere che la Michela “mala” volesse augurare la morte, solitudine e dolori ai figli delle persone menzionate.

Una forma grave di “Cyberbullismo” … che ha portato Deiana chiamare la Murgia “l’Accabadora viva”. Poi sono intervenuti anche altri politici, parlando della forza delle parole e che dobbiamo “rimanere umani”. Io personalmente mi metto a ridere se lo dicono persone di destra … ma vabehh 🙂 (scusate la polemica)

La mattina stessa 4 senatori hanno scritto una lamentela alla RAI, dicendo che una persona pubblica, Michela mala, non dovrebbe esprimersi così. Un comportamento da quattordicenni dal mio punto di vista – spero proprio che nessuno di loro legga il mio Blog, altrimenti mandano una lettera alla presidente del circolo sardo di berlino, o al mio donatore di lavoro o addirittura a mia mamma … quella emigrata nel 1976 …

La prima cosa che mi sono chiesta è dov’erano tutti questi con la loro “political correctness” quando Ugo Cappellacci disse che Michela Murgia fosse la “Costa Concordia della politica”? A quanto pare alcuni politici non hanno il dovere di “restare umani”, visto che il gap tra “schettino della politica” (come lo chiamò lei a lui) e la risposta del ex-governatore, è molto grande … ma forse lo capisce solo una donna. Ok, acqua passata … beviamoci una tisana e rimaniamo calmi 😉

Per tre giorni non ho scritto niente, ma infondo mi brucia sotto le unghie… Il tema nel mondo degli emigrati sardi è abbastanza presente e come ricordo volentieri la frase di Franciscu Sedda “I Sardi sono emigrati, appena lasciano la Sardegna, non quando lasciano l’Italia”. Vuol dire che se dobbiamo vedere qualcuno o andare solo “a casa”, dobbiamo per forza superare quel mare.

Ho (soltanto) quasi 40 anni, ma mi ricordo i viaggi dalla Germania in Sardegna, quando ero piccola. Mia madre non ha la patente e abbiamo sempre preso il treno per Genova e da li la nave. Tre giorni ci abbiamo messo. Dormivo nel suo grembo, mentre lei era seduta sul divano nel bar della nave tutta la notte. Poi suo fratello o qualcun’altro veniva a prenderci. Il primo aereo che ho preso era forse agli inizi degli anni 90. Viaggiavo da Berlino a Roma con l’Alitalia e poi dopo addirittura da Olbia a Cagliari con l’Alisarda. A volte da sola, se non bastavano i soldi per entrambe.

Lo scrivo perché stavo leggendo gli “Atti del Sesto Congresso FASI: Continente / Sardegna. La rete degli emigrati sardi patrimonio dell’Isola. Solidarietà, cultura, progettualità: risorse per un nuovo sviluppo”, Quartu Sant’Elena (Cagliari) / 28-30 ottobre 2016. Ci sono tanti. Il tema è molto importante per la FASI e tutti gli emigrati ovviamente … e ho ricordato questi viaggi che feci da bambina. A questi congressi si parla sempre molto dei trasporti. Vorrei citare una parte dell’articolo di Tonino Mulas, presidente onoraio della FASI (p.28/29).

“Noi vogliamo che la questione della continuità territoriale venga intesa anche come assunzione di responsabilità da parte della Regione. Attualmente, nella convenzione con Tirrenia la Regione Sardegna non ha alcun ruolo. L’accordo scadrà nel 2020 e vogliamo che la Regione Sardegna si prepari e si impegni alla scadenza della convenzione ad essere presente come firmataria insieme con lo Stato, e continui a prevedere la possibilità degli oneri sociali per mantenere la continuità territoriale. Per una Regione autonoma che interviene sulle proprie ricchezze, i propri bisogni e ha una sua potestà legislativa sarebbe grave non intervenire sul problema centrale dei trasporti! È una questione di diritto, il diritto alla mobilità per tutti i cittadini, ma per la Sardegna è anche una questione di interesse vitale, perché, senza un sistema di trasporti adeguato alla richiesta, efficiente ed economico, non ci sarà turismo capace di reggere; non ci sarà sviluppo economico, visto che il turismo sta diventando uno dei settori principali dell’economia della nostra regione; sappiamo quanto siano in difficoltà l’industria e l’allevamento. Questa partita non dobbiamo giocarla solo noi che difendiamo il nostro interesse di emigrati ad avere il diritto di ritornare nella nostra terra, questa battaglia deve essere di tutti i sardi – questo non è sempre accaduto -, deve essere di tutta l’opinione pubblica e in primo luogo del governo della Sardegna.”

Il tema è stato affrontato anche qui in Germania durante il Congresso della Federazione dei Circoli Sardi in Germania. Ciò che porta la rabbia è che aspettare ad un mezzo ci costa molto tempo, poter fare solo un viaggio all’anno vuol dire avere meno tempo con i nostri cari, ma anche per organizzare eventi all’estero per fare promozione per la Sardegna, costa tempo e si possono fare meno cose … e niente ha più valore del nostro tempo.

Io, intanto vorrei fare le condoglianze a Michela Murgia per l’amica che ha perso. Visto che qualcuno si è infastidito del “non-frastimu” della Murgia, mentre lei ha veramente perso una persona cara.

Vorrei chiudere il mio commento a questa gonfiata inutile del Facebook della scrittrice, dicendo che i politici non hanno solo la responsabilità di pensare ai propri figli, ma di migliorare la vita di tutti i figli che quella terra ha partorito.

 

 

Ciò che Alessandro Dessì non dice … e non sa

 

Grazie Alessandro Dessì dell’illuminazione, di averci spiegato perché

“La Limba Sarda Comuna ha già vinto”

In realtà non sapevo che in Sardegna l’identità delle persone e le loro parlate stanno in competizione. Non sapevo che c’era una medaglia da vincere quando ho scelto di scrivere in sardo meridionale standard, scegliendo le Arregulas.

Deu apu sceberau cussa grafia poita est prus a s’oru a su sardu de basciu. Custu no fait duas linguas.

Ma qui torniamo all’ignoranza di certa gente, di non saper distinguere la differenza tra lingua, lingua storica, dialetto, dialetto primario, socioletto e idioletto e infine cosa qualcuno intende quando parla di “grammatica”. Io so cosa intendeva Blasco quando parlava di “grammatica”, Alessandro Dessì a quanto pare no.

La grammatica non è solo il libro con le regole che usiamo per definire le regole di uno standard. Nella sociolinguistica può essere anche la descrizione sistematica di una lingua, un dialetto e anche di uno stile. Non deve neanche esistere in realtà, se vediamo altre scuole di pensiero e parliamo di “grammatica universale” e così via.

Io potrei per ciò anche paragonare la “grammatica” bavarese con quella berlinese o no?

Ma fermiamoci un attimo qui, laddove nasce il problema in assoluto. Un problema che del quale parlò già Massimo Pittau in una relazione qui a Berlino nel 2001. Nella sociolinguistica questo si chiama “il sapere linguistico” o “il sapere metalinguistico” (seguendo io qui la terminologia di Eugenio Coseriu).

Cito Pittau:

” …  dobbiamo affermare, in termini esatti di scienza linguistica, che la parlata campidanese esiste realmente, così come esiste realmente la parlata logudorese? Per due differenti ed importanti ragioni: a) Nel campo della lingua, di tutte le lingue, assume un ruolo enorme la coscienza o consapevolezza linguistica dei parlanti. Nel Capo di Sotto, cioè in tutto il Meridione dell’Isola, i singoli parlanti, anche quando parlano con individui di altre località della Sardegna meridionale, hanno piena consapevolezza di avere a che fare con la medesima ed unica parlata campidanese. E questa stessa piena consapevolezza c’è nella situazione contraria, quando cioè essi parlano, comprendendosi alla perfezione, con individui che vengano dall’area del Marghine oppure del Goceano: questi altri Sardi parlano un’altra varietà del sardo, la parlata logudorese. b) Noi linguisti, con in testa il grande Wagner, abbiamo avuto il grande torto di prestare poca o punta attenzione alla parlata campidanese dei poeti e degli scrittori. Ebbene tutti questi adoperano una varietà di lingua letteraria che è universalmente conosciuta ed accettata da tutti i Sardi, anche da quelli dell’area logudorese.” (p.164)

Certo, l’abbiamo capito che poi tutti hanno iniziato a farsi il balletto sull’uovo, dicendo che i concetti “logudorese” e “campidanese” non esistano, che sono “invenzioni arbitrarie”, ignorando il fatto che sono solo due termini popolari per indicare “sardo centrale-settentrionale” e “sardo meridionale”.

Sappiamo benissimo che il termine “campidanese” non intende il sardo che si parla nella zona geografica del Campidano, ma che si parla del sardo meridionale. Anzi non bastavano questi terminie abbiamo addirittura affiancato il concetto di “mesania”.

Se ora vogliamo negare l’esistenza di aree ben chiari definite nella dialettologia in generale, iniziamo a negare la dialettologia in se e l’esistenza di dialetti … tutto questo si basa, come dice Michel Contini (nel stesso volume, p. 117) su tratti ai quali i sardi danno molta attenzione, i tratti più evidenti d’altri. Quelli che conosciamo tutti. Se ora vi volete perdere in un bicchiere d’acqua, bene.

Questo non nega che le ricerche di altri linguisti siano sbagliati, anzi … sbagliato è solo l’approccio, secondo il mio modesto avviso. Entrare in un contesto di una storia linguistica di un popolo in maniera anacronistica, mi sembra molto sbagliato.

Ed è questo che è successo in Sardegna e nella “Questione della lingua sarda”, laddove si è cercato di imporre una grafia con la quale la gente non s’identifica per fare amarolla su chi ant fatu is italianus, faendi s’italianu standard.

Inutile che gli independentisti sono convinti del fatto che la lingua sarda sia più forte, quando è unificata. La lingua sarda è più forte quando viene usata dai sardi, infatti non solo la lingua parlata, ma anche quella scritta.

Ecco … e anche qui il nostro Alessandro Dessì ha una visione un pochino ridotta della situazione (secondo me). Giacché siamo solo quattro gatti che scrivono in sardo, addirittura lui sostiene che la grafia più usata è la LSC. Ma dove mi chiedo? Il sardo medio non sa neanche che cos’è.

Qui a Berlino stanno arrivando un sacco di sardi giovani che stanno emigrando dalla Sardegna o che fanno vacanze qui, di tutte le zone. Ne parlo almeno con 1-3 persone a settimana. Età 25-45 anni. Il 90% non ha mai sentito ne della LSC o che qualcuno addirittura si mette a scrivere in sardo.

Certo, il numero sarà aumentato, ma ajò, ita ses narrendi? La LSC ha vinto lo scudetto? No! Si è fatto molto di più per promuovere quello standard perché ci hanno pompato un paio di soldi, anche pochi, per l’importanza che il tema dovrebbe avere.

Invece qualcuno avrebbe dovuto avere l’intelligenza di coinvolgere le persone che facevano parte del movimento linguistico sardo, di tutto il sardo, visto che il futuro sono i giovani. Invece tanti sono semplicemente stati tagliati fuori.

Alessandro Dessì, nel suo articolo racconta solo una parte, la sua realtà, ignorando che la realtà sarebbe stata forse diversa, se qualcuno non si avesse autoproclamato il Papa della lingua sarda.

Sembra quasi che gli orientalisti, nemici, quelli della scuola campidanese, partzidoris ecc.- dovrebbero anche ringraziare che possono scrivere la -X-, e scrivere “acua” e “lingua”, grazie, vermente, dopo 10 anni qualcuno arriva a questa conclusione perché fa addirittura parte dell’identità. Forse qualcuno non ha ben chiaro che Bolognesi queste cose le disse già nel 2007 a Paulilatino. Nel documento non è stata cambiata neanche una virgola.

Auguri per aver vinto!

Sostinibilità, indipendentismo e lingua sarda …

Negli ultimi giorni stavo seguendo con molto interesse il dibattito sulla sostenibilità e l’indipendentismo che si è creato nel blog di Anthony Muroni che aveva pubblicato un articolo di Vito Biolchini, che a sua volta si riferiva ad un altro articolo di Muroni.

Poi seguirono altri articoli che parlavano di questo tema. Intanto è stato Muroni il primo che ha detto:

“Ecco, dicendo cosa probabilmente faranno sinistra e destra, ho detto implicitamente cosa dovrebbe essere invece – in alternativa – questa nuova alleanza. I valori della giustizia sociale, il dialogo con le imprese, la centralità del lavoro, l’introduzione del concetto di sostenibilità, la valorizzazione di cultura/ambiente/paesaggio come motori di sviluppo …”

Muroni, in quest’ultima frase spiega perfettamente cos’è la “sostinibilità”, almeno in generale. Non ho capito perché poi altri dopo facciano finta come se il concetto di “sostinibilità” non fosse chiaro e un concetto “equivocabile”, come lo definisce Alessandro Mongili poco dopo e gli altri indipendentisti che poi rispondono.

Vito Biolchini spiega il concetto e la sua opinione con esempi chiari. Vi dico già in partenza che l’articolo di Vito Biolchini mi è piaciuto molto perché ha troppo ragione. Ciò che lui dice infondo è che:

“Se vogliamo costruire una casa, non possiamo partire dal tetto”.

Il concetto di sostinibilità in Germania si chiama “Nachhaltigkeit”, è più chiaro in tedesco, vuol dire “tenere dopo / durativo”. In Germania è molto legato all’ambiente e come trattiamo le risorse che ci offre la terra, la natura. Infatti a me spaventa da anni l’uso dei piatti di plastica che vedo in Italia. Che non ci sta il deposito sulle lattine per il Recycling. In Germania abbiamo 4 – 5 bidoni per separare l’immondizia.

Per farla breve: Trattare il nostro mondo così che anche i nostri figli avranno la possibilità di usufruire a lungo delle risorse.

Qual’è stato ora il “problema”? Secondo me è diventato un pochino personale tra Anthony Muroni e Vito Biolchini (la gente intelligente capisce queste cose, infatti “inter-legge”, legge tra le righe).

Biolchini non ha mai detto che la sostinibilità debba sostituire i concetti di autodeterminazione, non-dipendenza, indipendenza o nazionalismo. Ciò che dice Biolchini è che in Sardegna siamo lontani, ma veramente lontani, di poter parlare del “tetto di una casa”, quando abbiamo un cantiere laddove gli architetti stanno bisticciando sul fatto se la casa alla fine sarà rossa, nera, gialla, blu o verde … nolens volens est diaici.

Ciò che infatti è successo in questa discussione è che i soliti Bustianu a contrario si sentono aggrediti perché credono che qualcuno stia mettendo in dubbio che la casa va comunque rifatta.

La casa si chiama: Sardegna.

Qualcuno l’ha quasi distrutta, quasi rovinata, quasi resa al suolo. Ci sono rimasti solo i ricordi di quando giocavamo liberi …

… ma si sente ancora il profumo della legna bruciata nel cortile, si sente ancora la voce dei nonni che parlano quella lingua, si sente ancora il pavimento caldo sotto i nostri piedi.

Ecco dove la sostenibilità incontra tutti gli altri concetti dei quali si discute. Infondo lo scopo è di essere sardi e rimanere sardi con la dignità di poter mandare avanti ciò che i nostri avi ci hanno lasciato, grazie al fatto che questa terra ha partorito una cultura.

Per Muroni, la sostinibilità è anche la “valorizzazione della cultura”. Bene!

Infatti, la lingua sarda è stata menzionata più di una volta in alcuni di questi articoli. La lingua sarda -nella nostra casa- sarà una stanza, magari la biblioteca. Una stanza dove entra tanta luce, piena di scaffali con libri, accogliente, con poltrone e cuscini.

Non voglio approfondire il discorso sulla lingua sarda, visto che non è un segreto come la penso. Voglio solo dire che ieri, 28.04, ho letto un sacco di volte “Nara cixiri” e certamente chiuderò con la polemica sul fatto che in LSC sarebbe cosa? “Chighere” o “ciscire”?

No ddu sciu … ciò che so è che i sardi sono le pietre per costruire la casa …

… e alla fine, quando la casa sarà costruita, non serviranno le chiavi perché la porta deve essere aperta.

 

Traduzione dell’ultimo testo: Terrorismo a Berlino

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Ciao amici,

scusate che solo ora è stata pubblicata la traduzione del mio ultimo articolo qui in tedesco.

Ovviamente ci siamo rimasti un pochino male tutti per quanto riguarda l’attentato a Berlino. Poi natale e capodanno.

Vorrei comunque esprimere anche la mia tristezza per la mancanza di Giulio Angioni e Eduardo Blasco Ferrer.

Ti ringrazio Mario d.S. per la traduzione del testo in sardo meridionale standard dal tedesco. Altri mi hanno anche offerto di tradurrlo in LSC, ma non mi andava bene per motivi che sapete.

Sinceramente lo volevo in italiano perché avrei voluto che lo leggessero i genitori di Fabrizia. Io non me la sentivo in italiano. Lo volevo scrivere nella mia lingua materna.

Ti ringrazio Vito Biolchini per averlo pubblicato.

Ecco il link: http://www.vitobiolchini.it/2017/01/23/berlinu-pensamentus-inpitzus-de-su-terrorismu/

Italiener trauern um Fabrizia di Lorenzo- Opfer des Terroranschlags in Berlin

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(Profilfoto Facebook)

Fabrizia wollte nur noch schnell ein paar kleine Geschenke besorgen, weil sie an Weihnachten zuhause in Italien gewesen wäre. Eine braune, leicht gekräuselte Strähne fiel ihr ins Gesicht und glitzerte unter den bunten Lichtern des Marktes auf dem sie sich befand. Es war zwar ein kalter Montagabend, aber in der Luft lag ein süßer Geruch, der sie bezauberte. Ihre funkelnden Augen suchten nach farbenfrohen und ungewöhnlichen Objekten, die sie in ihre Heimat begleitet hätten, während sie ihrer Mutter Giovanna am Telefon sagte, dass sie sich am Mittwoch wieder sehen würden.

Sie schaute sich um, sie trat an einen Stand und betrachtete ein paar Wachskerzen, als ihre Aufmerksamkeit von selbstgemachten Holzfiguren nebenan erregt wurde, die sich wunderbar auf der Kommode im Flur des Hauses in Italien gemacht hätten. Sie berührte die Gegenstände und lächelte die Verkäuferin an. Sie freute sich, weil sie sich dachte, dass das eine oder andere ihren Eltern hätte gefallen können. Mitgebracht aus Berlin, der Metropole, in die sie gezogen war, um zu arbeiten, um eine neue Sprache zu lernen und vor allem, um dort zu leben.

Und plötzlich wurde es dunkel …

So habe ich sie mir vorgestellt, die letzten Minuten des Lebens von Fabrizia di Lorenzo, die am 19.12 auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz starb. Zuvor habe ich nichts gedacht. Bevor man das Handy der 31 jährigen in der Nähe des Platzes gefunden hatte, habe ich gar nichts gedacht oder empfunden.

Ich dachte, dass es sich um einen gewöhnlichen Unfall handelte. Ein Betrunkener am Steuer hat die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Wer würde denn ausgerechnet diesen Weihnachtsmarkt als Ziel auswählen? Und wieso sollte eine Italienerin ausgerechnet dort hin gehen? Alleine?

Es war ein seltsamer Abend, es wurde insgesamt eine seltsame Woche. Manche Straßen waren wie leer gefegt und man hörte von Weitem Sirenen, immer wieder. In den Zeitungen und in den sozialen Netzwerken brodelten die Mutmaßungen und die letzten News hoch auf ein ziemlich unerträgliches Pensum an Informationen. Es berührte mich nicht. Ich bin Berlinerin. Ich bin hier aufgewachsen. Mir macht niemand Angst in meiner Stadt, redete ich mir ein … und fuhr über Umwege zur Arbeit und war schon selbst nach diversen anderen Anschlägen fast nirgendswo mehr hingegangen.

9 Tote, 10 Tote, 11 Tote, 12 Tote, viele Verletzte, um die fünfzig. Das hört man jeden Tag und man sieht Bilder vom Krieg und vom Elend in der Welt. Ich wollte nicht trauern, ich wollte verdrängen, ich wollte es einfach ignorieren. Die sardischen Zeitungen meldeten sich bei mir, um ein Statement zu bekommen, “wie ich mich fühlte und was ich so dachte”. Besorgte Freunde riefen mich an und schrieben mir Nachrichten.

Ich war jedoch wie gelähmt, ich fasste mich kurz, ich dachte selbst nur an wenige Menschen von denen ich wissen wollte, ob es ihnen gut ging. Von den meisten erfuhr ich in Facebook, was sie taten, dass sie da waren, in “Sicherheit” waren. Partiell sogar Leute, von denen ich wusste, dass sie seit Jahren keinen Fuß in den Bezirk der Schreckenstat gesetzt hatten. Ich markierte mich nicht mal in Sicherheit, jemand anders tat das. Ich glaube, ich habe eine innere Blockade aufgebaut und wollte nichts fühlen …

… und dann war da Fabrizia di Lorenzo aus Sulmona in Italien. Im Laufe der Tage erfuhr ich immer mehr über sie. Sie schrieb gerne, sie hatte Internationale Beziehungen studiert und sprach sehr gut Deutsch und Englisch. Wir hatten einige gemeinsame Freunde, ihre Titelbilder auf Facebook zeigen, dass sie Landschaften mochte, dass sie Städte mochte, dass sie Kunst mochte. Vor allem aber lachte sie viel und freute sich über Kleinigkeiten. Ganz bestimmt hielt sie einen kleinen Gegenstand in der Hand und betrachtete ihn auf diesem Weihnachtsmarkt.

Die Stunden und Tage vergingen immer mühseliger. Man wartete auf das Ergebnis des DNA-Tests, weil viele der Verstorbenen nicht ohne identifizierbar waren. Der Vater, so sagte er, hatte schon jede Hoffnung aufgegeben. Sie wäre nicht unentschuldigt der Arbeit fern geblieben und hätte ein Lebenszeichen von sich gegeben. Was für eine schreckliche Situation für die Familie. Was für eine schreckliche Situation insgesamt, in der jeder eigentlich nur versuchen konnte, nicht die Fassung zu verlieren.

Sie war tatsächlich unter den Opfern und die italienische Gemeinschaft in Berlin trauert. Unendlich viele Klicks, unendlich viele Kommentare. Heute morgen sah ich ein kleines Video über sie mit Bildern. Es tat mir so leid und mir sind ein paar Tränen die Wangen herunter geflossen. Je mehr das Geschehene zeitlich wegrückte, umso mehr fing es an, mich zu berühren, weil diese junge Frau dem Ganzen ein Gesicht gab.

Ich kannte dich nicht, Fabrizia, aber ich werde dich in Erinnerung behalten. Ruhe in Frieden.

 

Risposta di Paolo Zedda a Limba Sarda 2.0

Buongiorno a tutti,

vi mando il link della risposta di Paolo Zedda a limba 2.0 e mellus a Pepi e Company.

Credo che sia una risposto molto ben chiara e ben articolata.

Intanto Paolo Zedda è rimasto molto signore, senza averli mandati in quel paese come se lo meriterebbero, ma non solo per gli articoli scritti ora, ma anche nel passato ci sono stati attacchi personali con foto scarse ecc. ne avevamo già parlato dello “stile” di quella pagina e altro.

Ecco, buona lettura:

https://www.facebook.com/notes/paolo-zedda/politicas-po-sa-lingua-sarda-e-sententzia-de-sa-consulta-resposta-a-limbasarda-2/984055261714525